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Freitag, 9. November 2012
Jenseits von BEGABT und UNBEGABT ... Teil 8
Braucht MANN, das wirklich? Sieht ein wenig albern aus, aber was soll´s...
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Mittwoch, 7. November 2012
Buch der Woche
Im Notfall Buch aufschlagen
Tobias Moorstedt/Jakob Schrenk
Die Medienberichterstattung verursacht nach einem Unglück oft mehr
traumatisierte Menschen, als das Unglück selbst. Nachrichten im Fernsehen oder Zeitungen
entwickeln oft ein Eigenleben, und verursachen große Wellen von Medieninteresse
für eine bestimmte Story oder ein Thema.
In unserer modernen Zeit fühlen sich sehr viele Menschen durch eine
Vielzahl unsichtbarer Risiken bedroht, die sie nur aus ihrem Wissen aus
Zeitungen, Fernsehen, und Internet kennen.
Sie haben damit alle nur ein soziales Konstrukt dieser Risiken, das von der
Art der Gefahr her, und vom Ausmaß her in Medien fast beliebig manipulierbar
ist.
Der Mensch schwebt im 21. Jahrhundert in jeder Lebenslage in Gefahr,
will man den Medien glauben. Wir versuchen uns mit Alarmanlagen,
Schutzimpfungen und Versicherungen vor all möglichen Gefahren der Gegenwart zu
schützen.
Außer Frage steht natürlich, dass zu einer gesunden Persönlichkeit
auch hysterische Strukturanteile gehören, da sie das Leben bunt und
gefühlsbetont machen. Das Hysterische gehört zum Menschen wie das Depressive,
Phobische, Narzisstische und Zwanghafte. Jeder Mensch zeigt ab und zu
hysterische Symptome…doch sollte bitte alles im Rahmen bleiben.
Mit dem Buch «Im Notfall Buch
aufschlagen - Tipps für alle möglichen Katastrophen» greifen die Journalisten Tobias Moorstedt und Jakob
Schrenk mögliche reale Katastrophen des 21. Jahrhunderts auf und geben
lebensrette Ratschläge – Skepsis und Ironie sollten dem Leser semantisch ein
Begriff sein, sonst verfehlt das Werk seine Wirkung.
In den oftmals ironischen Ratschlägen und Analysen geht es um die
großen und kleinen Desaster, Dramen, Heimsuchungen, Tragödien und
Weltuntergänge, mit denen sich der Boulevard, aber natürlich auch alle anderen
Medien beschäftigen: Tsunamis, Schweinegrippe, Piraterie, Gammelfleisch, Hochwasser,
Kampfhunde, Hai-Attacken, S-Bahn-Schläger und so weiter und so fort.
Achtung!!!! Manchmal wird aus einer Lösung ein neues Problem … ;)
Die Autoren:
Tobias Moorstedt, Jahrgang 1977, arbeitet als freier Journalist unter
anderem für die Süddeutsche Zeitung, spiegel.de, die taz und ADR. Bei Suhrkamp
erschien sein Buch Jeffersons Erben. Wie die digitalen Medien die Politik
verändern.
Jakob Schrenk, Jahrgang 1977, ist Redakteur der NEON. Bei DuMont
erschien 2008 sein Buch Die Kunst der Selbstausbeutung.
2009 haben beide gemeinsam Das Jetzikon veröffentlicht.
Im Notfall Buch aufschlagen. Tipps für alle möglichen Katastrophen, Tobias Moorstedt und Jakob Schrenk, rororo Verlag, 272 Seiten, 8,99 Euro, Erschienen am 01.06.2011
ISBN 978-3-499-62730-9
Lyrikwoche vom 10. - 18.11.2012
Unter dem Motto „GESCHENKE VOR WEIHNACHTEN“ veranstaltet die Gesellschaft
für zeitgenössische Lyrik aus Anlass ihres 20-jährigen Bestehens vom 10. bis
18. November eine Festwoche, an der über 50 Autorinnen und
Autoren, Musiker und Medienmenschen mitwirken. Den Auftakt bildet eine Lesung
mit Auktion am 10. November um 15 Uhr in der Filiale von Hugendubel. Zur
Eröffnung spricht Kulturbürgermeister Michael Faber. Zur Versteigerung kommen
20 Kunstwerke, gespendet u.a. von Katja
Enders, Sighard Gille, Madeleine Heublein, Karl-Georg Hirsch, Katrin Kunert, Christoph
Meckel, Gerhard Kurt Müller, Gert Pötzschig, Angelika Rochhausen, Rainer
Schade, Sigrid Schmidt Norbert Wagenbrett, Gaby Waldek, Gerhard Weber, Solomon
Wija und Baldwin Zettl. Der Erlös kommt einer Medienstation für die LEIPZIGER
LYRIKBIBLIOTHEK zugute.
Den Abschluss der sechs Veranstaltungen zählenden
Festwoche bildet die Benefiz-Lesung mit Oberbürgermeister Burkhard Jung am 18.
November, ebenfalls 15 Uhr, in der sanierten Stadtbibliothek am
Wilhelm-Leuschner-Platz.
Weitere Informationen unter: http://www.lyrikgesellschaft.de/index.php
Freitag, 2. November 2012
Jenseits von BEGABT und UNBEGABT ... Teil 7
Verzeiht mir meine verbale Entgleisung...
ICH GLAUB, ES HACK!!!!
Will mir die Nahrungsmittelbranche tatsächlich weismachen, dass der Mensch des 21. Jahrhunderts nicht mehr in der Lage ist, eine Banane zu schälen oder es Vorteile bringt, eine Schnitzelbanane zu kaufen?
So what?????
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Buch der Woche
Tschick
Wolfgang Herrndorf
"Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem,
geh nicht mit Fremden und so weiter. Das hatten mir meine Eltern
erzählt, das hatten mir meine Lehrer erzählt, und das Fernsehen erzählte
es auch. Wenn man Nachrichten kuckte: Der Mensch ist schlecht. Wenn man
Spiegel TV kuckte: Der Mensch ist schlecht. Und vielleicht stimmte das
ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht. Aber das Seltsame
war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem
einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war."
Tschick,
eigentlich Andrej Tschichatschow, ist hochbegabt, bettelarm und
asozial. Er kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es
von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt
doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Er ist der
Neue in der Schulklasse von Maik Klingenberg. Maik ist ein Langweiler,
der abwechslungsweise als "Psycho" gilt und aus wohlstandsverwahrlosten
Verhältnissen kommt - der Vater scheitert als Immobilieninvestor, die
Mutter muss immer wieder in eine Klinik zum Alkoholentzug. Er ist der
zweite Außenseiter in dieser Geschichte. Und das ist im Allgemeinen auch
schon der Plot: zwei Figuren mit unterschiedlichen
Sozialisationsbedingungen, die die großen Ferien miteinander verbringen
werden.
Die
beiden sind die Einzigen der pubertierenden Schulklasse, die nicht zum
14. Geburtstag der schönen Tatjana eingeladen sind. Das heißt
zusammengefasst, dass Tschick und Maik nicht die Möglichkeit bekommen am
größten Highlight vor den Sommerferien teilzunehmen. Macht nichts, denn
dafür drehen sie ein anderes Ding. Maik wird mit einer größeren
Geldsumme allein in der elterlichen Villa zurückgelassen, Tschick klaut
einen schrottreifen Lada, und damit, mit dem Geld und
dem Auto, brechen die beiden kaum Fünfzehnjährigen zu einer Fahrt ins Blaue auf.
Die
zwei Grünschnäbel fahren ohne genaues Ziel - zu einem Onkel in der
Walachei, querfeldein, landen auf Mülldeponien, in den Mondlandschaften
der Braunkohlenutzung, mitten in Feldern, in Bergen, bei Seen, in
namenlosen Gebieten, bauen gefährliche Unfälle. Sie erleben die Natur
mit ihren Farbwechseln, Gewittern, Nächten, Regen und Sonne. Und sie
begegnen Menschen, die so schräg und überraschend sind wie die
Landschaften, durch die sie kommen und immer mit ihnen die Gefahr, als
Kinder erkannt zu werden.
Tschick
ist ein rührender Abenteuerroman aus dem rätselhaften deutschen Osten,
der rundum glücklich macht und leider viel zu schnell gelesen und
erzählt ist. Herrndorf schafft es mit einer wundervoll einfachen
Sprache, seine Welt ins Schräge zu drehen und so jung erscheinen zu
lassen wie seine Protagonisten. Ein Roman voll Liebe und Freundschaft,
mit Gedanken von Tod und Sterblichkeit - diskret und einfach
formuliert.
Zum Autor:
Wolfgang
Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter
anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In
Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels»
und 2010 der Roman «Tschick», der zum Überraschungserfolg des Jahres
avancierte. Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen
Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011), dem Deutschen
Jugendliteraturpreis (2011), dem Hans-Fallada-Preis und dem Leipziger
Buchpreis (2012) ausgezeichnet.
Herrndorf
schreibt regelmäßig im Internetforum „Wir höflichen Paparazzi“ und
beteiligt sich mit Beiträgen am Weblog Riesenmaschine. Nach der
Diagnose eines Hirntumors (Glioblastom) veröffentlicht der
Schriftsteller seit September 2010 ein digitales Tagebuch.
Tschick, Rowohlt Berlin, Hardcover, 256 S., 16,95 €, Erschienen am 17.09.2010, ISBN 978-3-87134-710-8
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Street Art - Kunst die auf den Straßen an dir vorbeifährt!
Mittwoch, 24. Oktober 2012
Jenseits von BEGABT und UNBEGABT...Teil 6
Anfang der Woche ... in meinem Mailpostfach ...
Langeweile im Büro? Dann hier eine kleine Idee:
‐Guck mal auf den Fensterbänken nach toten Fliegen
‐Lass sie richtig gut durchtrocknen
‐Als nächstes brauchst du Papier und Bleistift und dann lass deiner Fantasie freien Lauf!
‐Als nächstes brauchst du Papier und Bleistift und dann lass deiner Fantasie freien Lauf!
(Bitte wasche dir die Finger, wenn du fertig bist!!!)
Hier einige Beispiele als Denkanstösse:
Der nächste Sommer kommt bestimmt!
Sommer ... ich wär dann soweit!
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