Donnerstag, 3. November 2011

Arnold Stadler -Komm, gehen wir...

Ein Mann, eine Frau und noch ein Mann... . Eine Liebe zu dritt, die nur einen Augenblick lang funktioniert.
Die Liebe von Rosemarie und Roland ist "Freundeslieb", mehr nicht. Rosemarie ist patent, ehrgeizig und will Ärztin werden. Roland ist ein sensibler Grübler und studiert Philosophie. Beide wollen heiraten, weil sie ihre Liebe als verlässlich betrachten. Und doch sehnen sie sich nach Leidenschaft. Auf ihrer vorgezogenen Hochzeitsreise nach Capri verlieben sie sich in den schönen Jim. Bei Rosemarie fällt die Fieberkurve des Begehrens schnell ab. Sie wird schwanger und schickt Jim wieder in die USA. Roland aber kann Jim nicht vergessen und schreibt einen Roman, um die Liebe "aufzuheben". Als Roland ihn Jahre später wiedersieht, ist aus dem schönen Jim ein Mann mittleren Alters geworden, mit Bauch und Stiernacken. Das Bewusstsein der Vergänglichkeit zieht sich leise durch den Roman. Mit seichter, sanfter Melancholie blickt er zurück auf eine Liebe, die verweht ist, wie eine Spur im Sand.

Stadler geht es nicht um die Chemie und Ökonomie von Paarbeziehungen, sondern um die Liebe selbst. Sie ist mehr als Begehren oder Vertrautheit. Ein Universum, durchtränkt von Liebe, und ein uneingeschränktes JA zum Leben. Eine Hommage an Truffauts "Jules und Jim" und an Julien Green.

Die besten Grüße
Fräulein S.

Freitag, 7. Oktober 2011

Benedict Wells - Becks letzter Sommer

Lebensträume, Fernweh, Musik. Ein Gitarrengott aus Litauen, knallige Dialoge und wunderbare Charaktere.

In Becks letzter Sommer geht es um Rastlosigkeit, um Reiselust und Risikosuche. Der gradlinig erzählte Roman begleitet einen jugendsüchtigen Musiklehrer, seinen litauischen Schüler Rauli und den hypochondrischen Deutsch-Afrikaner Charlie auf ihrer Ausreißertour Richtung Istanbul. Es geht um Lebensträume und um die Liebe zu Frauen, die Anna oder Lara heißen. Es geht um Bob Dylan, den perfekten Rocksong und um die Legende unter den Gitarren. 
Rauli spielt Beck, seinem Musiklehrer, die ersten Akkorde vor, Beck wird Raulis Manager, der Weg nach oben ist frei... .
Becks Charakter ist wunderbar, weil er sich mit Hertie-Pralinen für die dümmsten Fehltritte entschuldigt, weil er heimliche rührende Songtexte verfasst und weil er melancholisch an der Jugendwelt da draußen leidet. Rauli ist auch nicht zu verachten, als Mischung aus Rüpelmusiker Pete Doherty und Oliver Twist. Und Hypochonder Charlie, ein dilettantischer, schindelnder Drogenkurier der seine sieben Katzenleben tölpelhaft verspielt, ist als Karikatur eines Lebenskünstlers schlicht und ergreifend umwerfend.

Die Geschichte überzeugt! Becks letzter Sommer ist ganz großes Kino...



Die besten Grüße
euer Fräulein S

Sonntag, 2. Oktober 2011

Tim Bendzko war gestern - heute, morgen und für den Rest der Zeit ist Tiemo Hauer!

Zur Abwechslung gibt es heute mal keine Bücher, sondern einen jungen Mann, dessen Namen man sich gut einprägen sollte. Auch wenn Tim Bendzko am Donnerstagabend den Bundesvision Song Contest gewonnen hat, und er mit seinen blonden Locken, schmarten Lächeln und seinem Ohrwurm "Nur noch kurz die Welt retten" Eindruck schindet, war er für mich bis jetzt nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Womöglich wird er schon bald seine "Mitfahrgelegenheit" verpassen und Tiemo Hauer wird ihn ersetzen. TIEMO HAUER - diesen Namen müsst ihr euch merken und lieber noch seine Songs anhören. Es gibt sie noch, die deutschen Nachwuchstalente! Gerade mal 21 Jahre alt und schon soooo viel zu erzählen. Entweder hat er schon 1000 Reinkarnationen durchgemacht, in seinem kurzen Leben schon genug "Dreck gefressen" oder er ist einfach mal ein Ausnahmekünstler, ein Genie. Tiemo Hauer singt ohne Umwege von seinem Leben. Was hier besungen wird, ist nicht die Suche nach besonders kunstfertigen Metaphern, sondern der möglichst direkte Ausdruck dessen, was ihn umtreibt. Das geht vom Bauch direkt über die Zunge ins Mikro – und fortan umweglos über die Boxen und das Ohr ins Herz. 


Hier drängt sich etwas sehr Großes auf die musikalischen Bretter der Welt. Und es liegt auf der Hand, an Tiemo Hauer kommt man in Zukunft nicht vorbei. Will ich auch gar nicht. Vielmehr wünsche ich mir, Tiemos begnadetes Talent wird noch viele weitere wunderbare Songs hervor bringen.

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Freitag, 23. September 2011

Wer war das?

In der letzten LesBar-Sendung vom 04.09.2011 fokussierten wir (Franziska, Herr von Grimm und meine Wenigkeit) unser Augenmerk auf die "Klolektüre". Wer es nicht hören konnte - tja, da habt ihr echt was verpasst. Doch all zu traurig müsst ihr nicht sein, weil ich heute einen Nachtrag beisteuere. Neben den schon vielzählig vorhanden Exemplaren in meinem Bad kommt nun ein neues sehr interessantes Einzelstück hinzu.
Wie ich finde sehr passend und aufschlussreich. Wer war das? - Ein Bestimmungsbuch von Matt Pagett, erschienen im Knesebeck-Verlag.
In 50 informativen und höchst unterhaltsamen Beiträgen geht es um nur ein Thema, nämlich Scheiße. Egal ob Hasenköttel, Kuhfladen oder Pferdeäpfel, mit diesem Buch wird jeder Laie zum Kenner dieses delikaten Themas.

Sehr informativ fand ich den Beitrag zum Goldfisch. Jetzt weiß ich auch warum Papas "Glupschi" nicht alt wurde. Nebenbei habe ich auch noch ein schlechtes Gewissen, weil wir als Familienbande maßgeblich an seinem schlechten Gesundheitszustand, der zum Tode führte, beteiligt waren. Und vor allem mache ich dem Verkäufer des Zoofachgeschäfts einen Vorwurf, das von fachkundiger Beratung nichts zu spüren waren. Hätte dieser nämlich Matt Pagetts Buch gelesen, wäre die Situation nicht eskaliert. Ein blitzsauberes Aquarium stellt nämlich keinen idealen Lebensraum für den Goldfisch dar. Weil sein Körper so viel Abfall produziert, haben sich gewisse Mechanismen entwickelt, die mögliche Infektionen entgegenwirken. Ein Miniökosystem, ein komplexes Zusammenspiel, den wir in einer Beharrlichkeit immer wieder zerstört haben, weil wir es nur gut meinten. Wenn man nämlich alles auf einen Schlag beseitigt, beraubt man den Goldfisch seiner notwendigen natürlichen Abwehr. Der beste Weg, um das Aquarium sauber zu halten, ist ein zyklisches Vorgehen. Man tauscht hin und wieder nur die halbe Menge Wasser aus und ersetzt auch pro Reinigungszyklus immer nur einen der Filter, nicht alle auf einmal. Tja, dass hätten wir mal vorher wissen sollen. 
Neben Goldfischen, erklären sich auch Adler, Tiger und Co.. Der tierische Kot ist voller interessanter Details, und er wird in der Natur vielzeitig eingesetzt. Alles nachzulesen in Wer war das? von Matt Pagett. Nicht nur als netter Zeitvertreib während des eigene Geschäfts in den heimischen Badgefielden zu empfehlen, sondern wirklich aufschlussreich. Denn nach dieser Lektüre weiß man, welche Exkremente helfen könnten, unseren Planeten zu retten oder was der teuerste Kaffee der Welt mit den Hinterlassenschaften des Fleckenmustang zu tun hat.

Die nächste LesBar gibts am 02.10.2011 um 13:00 auf Radio Blau zu hören. Und wer bis dahin nicht warten kann, meine liebliche Stimme im Radio zu vernehmen, der schaltet am 25.09.2011, 20:00 Uhr Radio Blau ein und hört sich eine neue Folge der al dente-Sendung an, die ganz im Zeichen von Stanislav Lem steht.
In diesem Sinne...

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Donnerstag, 11. August 2011

Nachgeschaut - al dente vom 24.07.2011

Wie in der Sendung versprochen und angekündigt, hier ein paar Fotos vom 24.07.2011...











Die besten Grüße
euer Fräulein S

Mittwoch, 10. August 2011

Hergehört - al dente vom 24.07.2011

Fräulein S und Yvonne von der Sonne im Studio
Lang musstet ihr warten, aber nun ist es vollbracht. Ihr könnt euch die al dente- Sendung vom 24.07.2011 anhören. Wie immer gings chaotisch zu und an der Menge technischer Pannen wurde nicht gespart. Der Spaßfaktor war diesmal 1A dank Mel und Yvonne von der Sonne und zu guter Letzt Jason Vitali.

Zur Sendung....


Die besten Grüße
euer Fräulein S

Dienstag, 2. August 2011

In der Kürze liegt die Würze...

Heute gibt es wieder kurze, knackige Buchvorstellungen. Für den ein oder anderen eine willkommene Abwechslung oder der perfekte Zeitvertreib für verregnetes Urlaubswetter...

Guy de Maupassant: Bel-Ami, Manesse, 424 S.
"Bel-Ami" ist ein zeitloser Roman mit autobiographischen Zügen. Beschrieben wird die Karriere eines Pariser Emporkömmlings, der es vom Tagedieb bis zum Anwärter auf einen Ministerposten schafft. Talente kann er nicht vorweisen, einzig und allein sein gutes Aussehen. Georges Duroy schläft sich nach oben und verbessert seine gesellschaftliche Stellung nach und nach durch geschickt gewählte Beziehungen und Ehen. Der anfangs so sympathische Loser ändert seinen Charakter mit jeder Frau, die seinen Weg kreuzt, bis der Leser sich nicht mehr mit ihm identifizieren möchte. 
Duroy ist widersprüchlich, komplex und nicht leicht zu verurteilen. Denn zwischendurch empfindet er echte Liebe. 

Mark Z. Danielewski: Das Haus. House of Leaves, Klett-Cotta, 800 S.
Will Navidsons neues Haus ist innen acht Millimeter breiter als außen. Rein mathematisch eigentlich unmöglich! Doch sein Lasermessgerät gibt ihm recht, dass an seinem neues Haus etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. An der Außenwand öffnet sich bald ein Korridor, der vom Garten aus gesehen nicht existiert, von innen aber in ein lichtloses eiskaltes Labyrinth unermesslicher Ausdehnung und mit sich immer wieder verschiebenden Räumen führt.
Navidson schnappt sich seine Kamera und steigt mit einem Expeditionsteam in diesen unlogischen Abgrund hinab.
Es gibt tausend Türen, die in dieses Haus hineinführen...aber gibt es auch Ausgänge?

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Vorhersage - al dente 24.07.2011

Ein Alpendorf im Ausnahmezustand, ein Single der für Treue wirbt, das besondere Buch und ein Kompendium der Superhelden. Zwischendurch dreht sich der Plattenteller.
SURPRISE ...SURPRISE...SURPRISE...

Sonntag, 24. Juli 2011 - 18:00 - 19:00 Uhr auf Radio Blau!


Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Samstag, 9. Juli 2011

Vorhersage - LesBar 10.07.2011

Comic vs. Graphic Novel oder Graphic Novels vs. Comic oder doch eher Comic meets Graphic Novel? 
Damit beschäftigt sich am Sonntag, den 10.07.2011 ab 13:00 Uhr die LesBar-Crew, bestehend aus Hauke von Grimm, Franziska und mir dem Fräulein S.. 
Lassen sich die Begriffe eindeutig definieren und wenn ja, warum um Himmels Willen müssen wir alles kategorisieren? Steckt womöglich ein wirtschaftliches Interesse hinter all der Fachsimpelei? 
Seid dabei, wenn es um 13:00 Uhr auf Radio Blau wieder heißt:...WILLKOMMEN ZUR LESBAR...
 
Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Montag, 27. Juni 2011

In der Kürze liegt die Würze...

Meist ist doch eine knappe Darstellung wesentlich treffender, als eine ausführliche. Und wer will sich bei diesen Temperaturen schon mit endlos langwierigen und überintellektuellen Rezensionen befassen. Kurz und knapp soll es sein, eine kleine Hilfestellung - Lesestoff für das nächste Wiesen- und Cafésetting.

Der Roman erzählt von einem Tag der Freiheit im Leben des William Heller. William Heller, der sich selbst "Lowboy" nennt ist 16, schizophren und ohne seine Medikamente aus der Nervenheilanstalt ausgebrochen. Während er mit der U-Bahn durch New York kreuzt, fühlt er so etwas wie Glück in sich aufsteigen. William hat eine Mission. Er will die Welt retten (an einem einzigen Tag). Er ist überzeugt davon, dass die Welt in wenigen Stunden untergehen wird. Er will den Klimawandel stoppen, indem er geheime Botschaften befolgt, die schubweise sein Gehirn fluten. Williams Odyssee durch das U-Bahn-System wechselt sich ab mit der Schilderung dessen, was hoch oben geschieht, im Tageslicht. "Retter der Welt" konnte man als einen Wettlauf zwischen der mütterlichen Welt des Tageslichts und der vaterlosen Kälte der ewigen Nacht ansehen. Und allmählich entwickelt sich alles zu einer mysteriösen Reise zu den verdrängten Ängsten Amerikas.

John Wray, Retter der Welt, Rowohlt Verlag

Eine Stadt, die dem Februar den Krieg erklärt. Das klingt eigenartig, ja - aber es ist im besten Sinne. Der Februar lässt Kinder verschwinden, das Fliegen verbieten und alle Einwohner mit düsterer Traurigkeit beschatten. Der Wechsel der Jahreszeiten ist außer Kraft gesetzt. 
Surrealistisch, poetisch, schön und schräg. Thaddeus und der Februar ist ein zeitloses Märchen, wie Alice im Wunderland eines ist. Es ist eine Geschichte, die den Leser bei den Sehnsüchten packt und bei den Ängsten.

Shane Jones, Thaddeus und der Februar, Eichhorn Verlag


Für wen heute nichts dabei war, der soll sich nicht grämen. In den nächsten Tage gibt es weitere kurz-und-knapp Vorstellung - und sicherlich ist dann etwas für den Einen oder Anderen dabei...

In diesem Sinne, die besten Grüße
euer Fräulein S.

Mittwoch, 27. April 2011

Hergehört - al dente

Für alle die sich am Samstag lieber von der Sonne die Nase haben kitzeln lassen, als vorm Radio auszuharren (verständlich bei dem Wetter) - gibts hier noch einmal die al dente Sendung zum nachhören.


Ich hoffe, ihr habt einfach nur das Wetter genossen und seid nicht wie alexibexi den Dingen auf den Grund gegangen... ;)


Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Donnerstag, 21. April 2011

Vorhersage - al dente 23.04.2011

"Ich mache ihm ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann." Na? Wer hat es erkannt. Richtig - ein Filmzitat aus Der Pate. Und genau darum geht es in der nächsten al dente-Sendung. Das Fräulein S. sendet am 23.04.2011 ab 17:00 Uhr aus dem Radio Blau Studio und beleuchtet die Untriebigkeiten der Mafia in Literatur und verfilmten Romanen.

Im Gepäck:
Der Pate, ein Roman von Mario Puzo aus dem Jahr 1969. Es dreht sich alles um die sizilianische Familie Corleone, die in New York gegen Ende der 40er Jahre mit vier anderen konkurrierenden Familien das organisierte Verbrechen beherrschen.

In den seltensten Fällen kommt es vor, dass der Film genauso gut ist, wie das Buch. Trifft es hier zu? Al dente verrät es...


Über 500 Seiten Informationen über die Mafia und ihre Gegner. Die historische Geschichte der Mafia und Exkurse über die Psychologie der Mafiosi und die Rolle der Mafia-Frauen. Korruption, Erpressung und brutaler Mord. Das ist die blutige Wahrheit hinter dem Mythos Mafia.




Ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit. Informationen die von der italienischen Presse ohne juristisches Nachspiel bereits hinlänglich dokumentiert worden sind, werden auf Grund eines in Deutschland lebenden Gastronom per einstweiligen Verfügung untersagt. Die Mafia ist kein rein italienisches Problem mehr, sondern auch schon in Deutschland aktiv.

Al dente, 23.04.2011 ab 17:00 Uhr auf Radio Blau.

Die betsen Grüße
euer Fräulein S.

Montag, 18. April 2011

Freifläche


Das erste Bild, es ist "geboren"...




Nur ein kleiner Ausschnitt von mehr. Die volle Größe dürft ihr im Atelier "Freifläche" betrachten.





Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Dienstag, 5. April 2011

Philippe Djian - Betty Blue 37,2° am Morgen

Seit einer Woche kennt Zorg (Gelegenheitsautor und Hausmeister einer Bungalowsiedlung) Betty und ist bereit, alles zu geben. Für einen Moment, für einen Tag, für eine Nacht, für ein Leben...  Ein Liebesroman der unkonventionellen Art und zwei Charaktere die ebenso zeitlos sind, wie die Liebe und das Leben an sich. Betty und Zorg schweben in ihrem ganz persönlichen Kosmos, in dem sie nur wenigen Menschen Platz einräumen. Zorg ist besessen von Betty, ihrer Schönheit, ihrem Freigeist, ihrem Chaos, und immer mehr verfängt er sich in ihrer neurotischen Welt.
Wer leidenschaftlich liebt, geht an seine Grenzen und darüber hinaus und Philippe Djian beschreibt das so eindringlich, wie kein anderer. Kein Wort zu viel, punktgenau fokussierte Details, poetisierte Trivialität, intime Momente. Djian konstruiert den Schauplatz seiner Anti-Helden und schärft den Blick auf das Leben in der Randzone. Philippe Djian ist Fachmann für komplexe Beziehungen, starke Gefühle und Sex. 
Jedem seine Betty...


Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Samstag, 2. April 2011

Freifläche

Das Fräulein S. hat von nun an ihr eigenes kleines Atelier mit Ausstellungsraum. Bis zur allgemeinen Eröffnung muss noch enorm geschuftet werden - Galerietauglichkeit und Ausstellungsstücke betreffend. Denn ich will euch nicht mit alten Werken plagen, die kennt ihr ja schon zur Genüge. Und nach Möglichkeit sollten die Bilder auch an der Wand hängen und nicht auf dem Boden liegen. 

Geduldet euch bitte...

Ein großes Dankeschön an den starken Birk, der die Grundlage der Arbeit in die Räumlichkeiten geschleppt hat - den schweren, unhandlichen Arbeitstisch! Von nun an gibt es, neben Buchvorstellungen, Rezensionen, Radio und Veranstaltungs-hinweisen, auch immer wieder mal neue kreative Bildschöpfungen zu sehen.

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Denis Thériault - Das Lächeln des Leguans oder Die Reise in ein anderes Universum

Luc ist anders - ein Rätsel, ein Wanderer zwischen zwei Welten - der eine magische Anziehungskraft auf Marc ausübt. Was die zwei Jungs vereint ist ihr Außenseiterstatus und die Tatsache, dass beide mehr oder weniger elternlos sind. Die Wiederbelebung und Befreiung einer Mutter auf der einen Seite und die Kontaktaufnahme zu einer Mutter auf der anderen Seite, sind der zentrale Kern der Geschichte, um die sich eine Freundschaft spinnt und wächst. Zunächst sehr zaghaft, dann zunehmend intensiver entwickelt sich ein Bündnis zwischen den Beiden, der mit einem "Krabbenschwur" besiegelt wird. Immer mehr gewähren die Jungs dem Leser tiefere Einblicke in ihr Seelenleben und stürzen sich in Träume, um der grausamen Realität zu entfliehen. Während es Marc gelingt nicht vollends in eine Traumwelt abzudriften, gerät Luc ins straucheln und verliert sich in den unendlichen Weiten des Meeres und stellt die Loyalität seines Freundes auf eine harte Probe. Bald geschehen Dinge, die mit dem normalen Menschenverstand nicht zu erklären sind. Spielen womöglich die magischen Kräfte des Leguans eine Rolle? Ein Roman über Verlust, Schmerz und die Sehnsucht nach Geborgenheit. Wunderbar poetisch geschrieben, mit vielen fließenden Ideen und "Bildern". 

Denis Thériault wurde 1959 in Sept-Îles an der Nordküste des St.-Lawrence-Golfs geboren. Er studierte Psychologie in Ottawa und arbeitete als Schauspieler, Conférencier und Regisseur am Theater, bevor er erfolgreich als Drehbuchautor tätig wurde und Romane zu schreiben begann. Bei dtv erschien bereits der Bestseller ›Siebzehn Silben Ewigkeit‹, der 2006 mit dem Prix littéraire Canada-Japon ausgezeichnet wurde.

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Mittwoch, 30. März 2011

Kim Edwards - Der Hibiskushimmel

In 14 Kurzgeschichten erzählt Kim Edwards Geschichten von Menschen aus aller Welt. Da ist beispielsweise die tapfere Putzfrau, die Abend für Abend das Labor der Nobelpreisträgerin Marie Curie putzt. Oder die Industriellengattin, die im fernen Südostasien trotz allen Vermögens nach Jahren nicht zu Hause ist. Ich litt mit einer sehr jungen Frau, die den Fluch ihres strengen Vaters erst nach seinem Tod überwindet, und fieberte mit einer Forschergruppe. Was alle fantasievoll gestalteten Figuren miteinander vereint, ist ihr Mut - und ein Gefühl von Sehnsucht, Liebe, Glaube und Hoffnung. Klingt furchtbar kitschig - ist es auch (aber maßvoll). Die Erzählungen kommen kurzweilig und präzise zugespitzt daher, sind obendrein gut recherchiert und spannend konstruiert. Jede Geschichte führt den Leser in eine neue Welt...

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Mittwoch, 9. März 2011

Simon Tofield - Simons Cat!

Katzen fand ich bis neulich morgen noch voll doof. Doch aufgrund meines Spleen, mir meine kostbare Zeit mit "sinnlosen" You-Tube-Empfehlungen meines iPhone aufzuwerten, habe ich meine Einstellung und Meinung zu Katzen revidiert. Ich habe einen neuen Helden! Die Pummelfee. Naja, eigentlich heißt das Ding ganz phantasielos Simons Katze (Simons Cat). Aber hätte man mich gefragt, ich hätte dem Ding den Namen Pummelfee gegeben. 
Nachdem ich mir so ziemlich alle Filmchen auf You Tube reingezogen hatte, ging es ab, in den Buchladen meines Vertrauens. Denn Simons Cat gibt es nicht nur als Kurzfilmchen, sondern auch in Buchform.

Wer Simons Katze hat, braucht keine Feinde. Simon Tofield bebildert einzigartig und sehr detailreich die Beziehung zwischen Mensch und Katze. Katzenverhalten (allgemein) wir stellvertretend von Simons Katze authentisch und humorvoll gespiegelt.
Die Zeichnungen sind einfach und gleichzeitig sehr ausdrucksvoll. Der Inhalt reicht von einzelnen Bildern bis mehreren Seiten langen Geschichten. Der Leser lernt Pummelfees Gepflogenheiten, seine Tischmanieren und Speisevorlieben kennen und macht Bekanntschaft mit seinem besten Freund - dem Gartenzwerg (zum schreien komisch).

Auch das zweite Buch "Der Zaunkönig" ist mit viel Liebe gemacht. Schwerpunkt ist das Leben im Freien. Simons Katze hat nämlich kurzzeitig von seinem Besitzer die Nase voll und haut ab.
Zwei gut pointierte und amüsante Bücher. Ein absolutes MUSS! Nicht nur für Katzenfans und die, die es werden...


Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Mittwoch, 2. März 2011

Literatur in Gebärdensprache!

So jeder weiß, dass ich ein Kind gehörloser Eltern bin - ein CODA - und ohne Bücher nicht leben kann. Wer es noch nicht wusste, voilà, jetzt ist es raus. Deshalb hat es mich um so mehr gefreut, dass es in der letzten "Sehen statt Hören" Sendung um Bücher ging. Aber nicht nur um Bücher, die auf Papier gedruckt sind.  Die Angebote der Verlage haben sich in der heutigen Zeit sehr erweitert und sind multimedial geworden. Man kann die Bücher online kaufen, und viele von ihnen kann man auch im Internet lesen. Oder auf E-Book. Und ganz viele gibt es auch als Hör-Bücher – die sind seit einigen Jahren ein großer Verkaufserfolg. Dabei frage ich mich und auch meine Eltern: Wo bleiben eigentlich die „Seh-Bücher“ für Gehörlose? Videos in Gebärdensprache sind für Gehörlose 100 Prozent barrierefrei, wogegen sie in der Schriftsprache doch öfter auf Barrieren stoßen. Darum freuen ich mich und Gehörlose besonders, dass es jetzt nicht nur Gebärden-Videos, sondern sogar schon eine ganze Video-Bibliothek in Gebärdensprache gibt! 

SignLibrary hat Literatur in Gebärdensprache übertragen. Das heißt, insgesamt 7 Partner in 4 europäischen Ländern haben 10 Bücher, also in den Jahren 2009 bis 2010, in Gebärdensprache übertragen, die Bücher gebärdet und gefilmt, Videos produziert, die Videos animiert und dann auf die Website www.signlibrary.eu gestellt. 
Besonders erfreulich ist, dass diese Sign Library im Internet völlig frei zugänglich ist. Es kostet nichts, und man muss sich nicht einmal anmelden. Nur eines bleibt noch zu wünschen: Dass das Angebot bald weiter wächst und noch viel mehr schöne Bücher dazukommen!
 
Und wer jetzt noch nicht genug gestaunt hat, der schaut sich die Musikvideos von Signmark und Sean Forbes an. Bei sind gehörlos und lassen sich nicht davon abhalten, Musik zu produzieren.
 

Signmark ist eine finnische Hip-Hop-Band. Kopf der Gruppe ist der gehörlose Rapper Marko Vuoriheimo, der unter dem Pseudonym Signmark arbeitet. Zusammen mit den beiden Hörenden Heikki „Mahtotapa“ Soini und Kim „Sulava“ Eiroma bildet er die nach ihm benannte Band. Auf der Bühne leiht Mahtotapa Signmark seine Stimme, Sulava ist der DJ. Dadurch wird die Musik sowohl gehörlosen als auch hörenden Menschen zugänglich gemacht. 
 

Sean Forbes ist seit Jahren in der Musik-Szene tätig und bezeichnet sich selbst als "musician on a mission". Der Künstler wuchs in Detroit auf, ist seit seiner frühen Kindheit gehörlos und wurde in eine hörende Musikerfamilie geboren. Bereits in jungen Jahren erlebte er Musik auf eine ganz eigene und wunderbare Art und Weise - über Beats und Vibrationen. 
 
Genug gestaunt!
Die besten Grüße
euer Fräulein S.

 

Sonntag, 20. Februar 2011

Hergehört - LesBar vom 20.02.2011

Liebe Leser, liebe RadioBlau-Hörer, liebes Zürich!

Heut war das Studio voll
es war hektisch, chaotisch und toll.
Die Regler standen alle offen
womöglich hatte der Hörer das Gefühl, wir seien besoffen.
Der CVD tat seinen Job
und dafür bekommt er ein dickes Lob.
Die Sendung wurde immer besser,
das lasen wir ab, am Drehmomentmesser.

Franziska mit unserem kleinsten Fan - Lena
Sonja und Hauke von Grimm

unser Studiogast: Roman Israel -Nerven aus Stahl und die Ruhe selbst
Hier... die Sendung zum nachhören... (los gehts wie immer ab Minute 05:00 oder ... lasst euch überraschen)

Und da alle Regler offen standen, Schwefelgelb vermischt mit einem anderen Song (der irgendwo aus dem Nichts kam) lief  und abgewürgt werden musste, nun "Zu Zweit" ohne jegliche Störenfriede ...
Viel Freude!

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Sonntag, 13. Februar 2011

Hergehört - al dente vom 12.02.2011.

Liebe RadioBlau-Hörer, liebe Freunde, liebe Leser,

jetzt gibt´s wieder was auf die Ohren. Für alle, die es verpasst haben oder es noch einmal anhören wollen. Ich wünsche euch viel Freude...

  
Die Frühlingslieder sind unterwegs und müssten in den nächsten Tagen die Briefkästen der Gewinner immergrün werden lassen. Für all diejenigen, die nicht schnell genug waren noch einmal der Hinweis, dass Marschel Schönes Frühlingslieder unter www.frühlingslieder.com käuflich zu erwerben ist. 

Mittwoch, 9. Februar 2011

Vorhersage - al dente 12.02.2011

Liebe Freunde, liebe Leser, liebe RadioBlau-Hörer!

In Vorbereitung auf die nächste Sendung stelle ich wieder einmal fest, dass 60 Minuten Schall und Rauch sind, um alles was gesagt werden muss, unters Volk zu bringen. Doch füge ich mich den Regularien und plane meine Stunde Sendezeit ordnungsgemäß und denke nicht daran zu überziehen - naja, vielleicht doch? Am Samstag ab 18:00 Uhr serviere ich euch ein imposantes 4 Gänge-Menü, schaltet also ein. Mit von der Partie sind:


Markus Heitz im Porträt. Ein ausführliches Interview, mit allen Pannen und Mißsseschicken. Es darf gestaunt und gelacht werden!


Wir öffnen die Türen für den Frühling! Und wer schnell genug ist, kann sich eine von zwei CD´s ergattern. Marschel Schöne hat zwei Exemplare zur Verfügung gestellt und die, die bei der Radiodurchsage schnell genug zum Telefonhörer greifen und durchkommen, erhalten das gute Stück.

Die Schreibwerkstatt öffnet ihre Tore und lässt ein Textstück in eurer Ohren flattern ...

Und John Katzenbach mit seinem neuen Roman "Der Professor".

Und weil musikalisch nie Platz ist für Aril Brikha, weder in der al dente noch in der LesBar, findet er heute hier seinen Platz. Eigentlich hat er etwas besseres verdient, aber lieber hier und in diesem Umfang, als nie.


Schaltet am Samstag, den 12.02.2011 um 18:00 Uhr ein. Hört al dente auf den entsprechenden Frequenzen oder als live-stream.

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Marschel Schöne entschleunigt - Frühlingslieder!

Wir haben in einem globalisierten Netzwerkkapitalismus mittlerweile eine Geschwindigkeit erreicht, die die Alltagserfahrungen der Menschen nachhaltig verändern und sich auf deren Selbstbild sowie Normalitätsvorstellungen auswirkt. Meine Wenigkeit bleibt dem nicht außen vor und deshalb bin ich um so glücklicher, dass es jemanden da draußen gibt, der den Knopf der Entschleunigung todesmutig drückt. Marschel Schöne trotzt der Reizüberflutung und Schnelllebigkeit. Er hat sich dieses uralte menschliche Bedürfnis bewahrt, inmitten von all den falsch erzeugten Bedürfnissen, die Schönheit als Wert zu bemerken und mit der eigenen Stimme zu besingen. 
"Hoppe spricht Schöne - Frühlingslieder" ist ein wahres kleines Meisterwerk. Es vertreibt nicht nur den schmuddeligen Winter und macht Lust auf verheißungsvolle Frühlingstage. Nein! Die Frühlingslieder ziehen uns mit ihrer sinnlichen und seelischen Darstellung  des Minimalen aus dem Strudel des Chaos. "Die Welt ist aus den Fugen. Zu allen Zeiten. Und zu allen Zeiten wagt es wer, trotz alledem, das Schöne zu besingen".  Danke Marschel Schöne!

Marschel Schöne hat al dente - RadioBlau zwei Exemplare seiner bezaubernden Frühlingslieder zur Verfügung gestellt. Ausführliche Hörproben und die CD-Verlosung gibt es am 12.02.2011 ab 18:00 Uhr auf RadioBlau, wenn es wieder heißt: al dente, das literarische 5 Gänge Menü ist angerichtet.

Wenn man nicht mehr weiß, was man alles Schönes hat, dann wird es höchste Zeit, dass man Frühlingslieder hört!
http://fruehlingslieder.com 

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Sonntag, 30. Januar 2011

John Katzenbach - Der Professor.

Seit Oktober 2010 ist er da, der neue Roman "Der Professor". Als John Katzenbachfan - ohhh, ich habe mich geoutet- und getrieben von der Frage, ob Katzenbach an seine Hochspannungserfolge "Der Patient", "Die Anstalt", "Das Opfer", etc. anknüpfen kann, lag es auf der Hand zuzugreifen.

Ein pensionierter Psychologieprofessor wird mit einer Vielzahl von Dingen konfrontiert, die er nicht ignorieren kann. Ein Wettlauf gegen die Zeit. WHAT COMES NEXT...?
Einzelheiten zum Buch und die Auflösung gibt es am 12.02.2011 ab 18:00 Uhr auf RadioBlau, wenn es wieder heißt: "al dente", das etwas andere Literaturmagazin.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Markus Heitz im Interview: Der Bestsellerautor über seine Zwerge, Vampiere und alltäglichen Dinge.

Markus Heitz (geboren 1971) erhielt bereits 2003 für seinen ersten Roman „Schatten über Ulldart“ den Deutschen Phantastik Preis für das beste Debütwerk. Sein Durchbruch als Fantasy-Autor gelang ihm mit seinen Büchern über die Zwerge, die das Geborgene Land verteidigen. Aktuell ist Markus Heitz mit seinem Vampirthriller "Judastöchter" auf Lesetour und schließt (vorerst) die Judas-Trilogie ab. Vorerst, weil man bei diesem "echten Kerl" nie wissen kann... - er ist immer für eine Überraschung gut. 
Die Lesung (25.01.2011, Bahnhofsbuchhandlung LUDWIG, Leipzig) war nicht nur für mich eine köstliche Bereicherung, sondern aus für das Publikum. Meister Mahet versteht es, seine Zuhörer mit seiner anregend frischen Brise Humor und seinen kurz vorgetragenen Episoden aus seinem Buch (die grundsätzlich wie Kinotrailer aufgebaut sind) in seinen Bann zu ziehen. 
Es ist ein MUSS, diesen geistreichen, humorvollen und originellen Mann in einer Lesung, in einem Gespräch oder in seinen Büchern selbst zu erleben. Warum - kann ich aus dramaturgischen Gründen nicht erläutern. Aber Hinweise dazu gibt es in einem Interviewbeitrag, der am 12.02.2011 ab 18:00 Uhr in der "al dente"-Sendung auf RadioBlau gesendet wird.

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Sonntag, 23. Januar 2011

Hergehört - die LesBar!

Liebe Freunde, liebe Leser, liebe RadioBlau-Hörer,

Franziska und ich standen heute wieder für euch im Studio und haben so einigen Schabernack getrieben. Die Sendung gibts auf http://soundcloud.com/lesbar/lesbar-23-01-2011.
Los gehts ab Minute 4:00.

Wer mir sagen kann, wie viele "Ähhmmms" wir insgesamt zu Tage gefördert haben, bekommt eine kleine Überraschung.

Vorgestellt wurden:

Freunde und Verehrer des Dichters sagen, Max Goldt habe die Bildlegende zur Kunstform erhoben. Ist das die reine Wahrheit oder nur Hohles Promotionsgeklingel? Anhand von Max Goldts erstem Bilderbuch läßt sich diese Frage einigermaßen leicht beantworten. Man gebe dem Mann zumindest eine Chance!



»Kommunismus.« ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.



Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2010 für David Grossman! Dieser Band versammelt Grossmans wichtigste Stellungnahmen zur Politik und Literatur aus den letzten Jahren, mit denen er jedes Mal großes Aufsehen erregte. Er wendet sich gegen die Erstarrung, fordert die Kraft zur Korrektur - nicht nur von den Politikern, sondern auch von den Schriftstellern. Denn die Literatur ist das Gegenmittel zur Verflachung der Sprache und der Gedanken.


Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Veranstaltungshinweis

 Der Großmeister der Fantasy liest aus seinem Vampirthriller Judastöchter.

25. Januar 2011
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: frei

Bahnhofsbuchhandlung Leipzig
Willy-Brandt-Platz 5
04109 Leipzig
 
Markus Heitz ist der Meister der dunklen, actionreichen Spannung. Mit seinen Urban-Fantasy-Thrillern begeistert er immer wieder seine große Fangemeinde und wurde 2010 zum wiederholten Mal mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Markus Heitz hat sich intensiv mit den Vampirmythen der Welt beschäftigt und lässt dieses Wissen in seinen neuen Roman Judastöchter einfließen – der lang erwarteten Fortsetzung von Kinder des Judas und Judassohn.
 
Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Sonntag, 16. Januar 2011

Hergehört! - al dente

Liebe Radio Blau-Hörer, liebe Freunde,

ein kleiner Eindruck von dem, was im Studio so passiert - mit anschließender Möglichkeit, die Sendung vom 15.01.2011 - al dente - anzuhören.

Definitiv zu viele Knöpfe und Regler (Optionen) für das Fräulein S.



Fräulein S. präsentiert euch ein außergewöhnlich-wohltuendes literarisches 5 Gänge Menü und hat keine Zeit für Knöpfe, Regler, Tonhöhen etc. ..
Doch zum Glück hat das Fräulein S. eine Technikfee, die sich um den ganzen Kram kümmert.
Danke!
(Achtung! Geht wieder erst ab Minute 5:01 los. Zuvor Zerbus Grimmklang.)

Die Tageskarte vom 15.01.2011: Felix Palma "Die Landkarte der Zeit", Das Duell: Markus Barth "Der Genitiv ist dem Streber sein Sex und andere Erkenntnisse aus meinem Leben 2.0" gegen Marco Tschirpke "Kategorien der Sorgfalt", Cormac McCarthy "Die Strasse" und die Frage "Kann man Romanvorlagen angemessen verfilmen?", Bob Fenster "Dümmer geht immer", Programmtip: Markus Heitz.

Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Verfilmte Romane - The Road.

Gibt es irgendwo auf dieser Welt einen Filmemacher, dem es gelingt, eine Romanvorlage angemessen zu verfilmen? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns am Samstag um 18:00 Uhr in der "al dente"-Sendung.
Gelingt es John Hillcoat die in Cormac McCarthys "Die Strasse" konsequent beschriebene Hoffnungslosigkeit einzufangen? Ist der Film ein guter Ersatz für Lesemuffel? Fragen über Fragen ...


Die besten Grüße
euer Fräulein S.

Dienstag, 11. Januar 2011

Dümmer geht immer! - Ein kurioses Sammelsurium menschlicher Fehlleistungen

Bob Fenster durchforscht die Weltgeschichte nach törichten Taten und absurden Aussagen der menschlichen Spezies. Und er wird fündig: Fatale Fehleinschätzungen, verhängnisvolle Begriffsstutzigkeit, aber auch eine schier unerschöpfliche Naivität, die zu wahren blöden Missgeschicken führte, begegnen ihm zuhauf. Dabei stellt er fest: Es gibt nichts, was so dumm ist, dass Menschen es nicht tun würden.

Ab 01.02.2011 ist das Buch erhältlich. Bereits am 15.01.2011 erfahrt ihr in der "al dente"-Sendung, ob es sich lohnt im Bücherladen zuzugreifen.
Ein kleiner Vorgeschmack: " Zwei weibliche Einbrecher steckten im Jahr 2006 ziemlich in der Klemme, als sie den Safe eines Fitnesscenters in Kentucky stahlen. Nachdem sie den Safe zu ihrem Auto geschleppt hatten, stellten sie fest, dass sie nicht stark genug waren, um das schwere Ding in den Kofferraum zu heben. Daher baten sie den Hausmeister um Hilfe, der mit seinen Leuten damit beschäftigt war, Reinigungsarbeiten in dem Fitnesscenter durchzuführen. Die Einbrecherinnen dachten sich, Hausmeister seinen nicht schlau genug, darauf zu kommen, was sie da mit dem Safe veranstalteten. Sie irrten sich."

Die besten Grüßen
euer Fräulein S.

Freitag, 7. Januar 2011

Markus Barth - lässt sich über Geschmack streiten?


Schon sehr früh habe ich gelernt, tolerant zu sein. Man sollte jedem seinen persönlichen Sinn für das Schöne zubilligen. Es ist vergebene Liebesmüh, eine Diskussion über Vorlieben, Stilgefühle und ästhetische Empfindungen zu führen, da persönliche und emotionale Fragen für sachliche Argumente nicht zugänglich sind.

Und trotzdem Frage ich mich: MUSS MARKUS BARTH EIN BUCH SCHREIBEN?

Markus Barth wuchs auf in Zeil am Main ("Fachwerk! Frohsinn! Frankenwein!"). 1999 zog er nach Köln ("Kölsch! Klüngel! Karneval!"). Dort arbeitet er als Autor und Headwriter für zahlreiche Fernsehshows (von "Die Wochenshow" über "Ladykracher" bis "Die heute Show") und verschiedene Bühnenkünstler. Seit 2007 steht Markus Barth auch selbst als Standup-Comedian auf der Bühne, unter anderem bei "NightWash", "Quatsch Comedy Club" und "TV Total". Sein Soloprogramm heißt "Deppen mit Smartphones".

Im Dezember 2010 erschien sein erstes Buch, "Der Genitiv ist dem Streber sein Sex... und andere Erkenntnisse aus meinem Leben 2.0".
 
Da HUMOR bekanntlich "im Auge des Betrachters" liegt, lasse ich euch in der nächsten Sendung selbst entscheiden, ob ihr dieses Buch braucht.

O.k. - ich gebe es zu! Ganz so wertfrei, wie ich sein möchte, bin ich doch nicht. Und deshalb lasse ich in der nächsten "al dente"-Sendung am 15.01.2011 um 18:00 Uhr Markus Barth gegen Marco Tschirpke antreten. Das wird ein Spaß - und ich freue mich jetzt schon darauf. Wer hat es wohl besser drauf? Wer ist witziger? Wer begeistert die Massen oder doch lieber nur ausgewähltes Publikum?

Die besten Grüße
euer Fräulein S.