Donnerstag, 13. Dezember 2012

J.R.R. Tolkien - Bilbo...

Ab heute wird Bilbo Beutlin Millionen Kinogänger mit nach Mittelerde führen. Zum Kino-Start passend eine kleine Auswahl aus der Fantasywelt des Hobbit.
 
 
 
"In einem Loch im Boden, da lebt ein Hobbit." Und schon ist der Leser mittdrin, in jener Welt namens Mittelerde...
 
J.R.R. Tolkien: Der Hobbit, Übersetzt von Wolfgang Krege, Klett-Cotta, 382 Seiten, 17,95 €
 
 
 


Eine liebevoll bebilderte Biografie des bewegten Lebens des Mannes, der das wohl gewaltigste Fantasy-Epos der Welt schuf.
 
Michael Coren: J.R.R. Tolkien, Heel, 135 Seiten, 14,99 €
 


Tolkiens kreatives Erbe: über 100 prachtvolle Zeichnungen und farbige Grafiken aus der Entstehungszeit des Hobbit.
 
Christina Scull, Wayne G. Hammond: Die Kunst des Hobbit - Alle Bilder von J.R.R. Tolkien, Klett-Cotta, 144 Seiten, 29,95 €
 
 
 
 
Eine Reise ins Mittelalter auf der Suche nach Tolkiens Vorbildern für Schamanen, Elben und Zwerge.
 
Arnulf Krause: Die Wirkliche Mittelerde, Theiss, 232 Seiten, 19,95 €

Vorhersage - al dente 18.12.2012

Ein Fest wird es werden, da bin ich mir sehr sicher. Marco Tschirpke, der Wahlberliner, in Leipzig bei Radio Blau. Am 18.12.2012 wird er LIVE im Studio 1 von 18:00 - 19:00 Uhr die Finger über die Klaviertasten springen lassen und mit einem Wort und einem Ton (naja vielleicht auch 2-5 Tönen) unsere Synapsen zum explodieren bringen, denn seine Lapsuslieder sind knackige Geisteskonzentrate.
 
Ich bin schon sehr gespannt, Herr Tschirpke auch und ihr sowieso...
 
Schaltet ein, am 18.12.2012 ab 18:00 Uhr, wenn es wieder heißt: "al dente, dass etwas andere Literaturmagazin" oder anders gesagt...

Freitag, 16. November 2012

Urlaub!!!!!!!

Liebe Lese- und Radiogemeinschaft.

Jetzt ist erst einmal für eine Woche Pause angesagt. Eure Sandra ist RAUS!!!!!!! Jupp! Hat sie sich verdient und nimmt sie auch in Anspruch. In zwei Wochen gehts weiter mit Radio, Buchempfehlungen und Irrungen und Wirrungen...mal sehen was mir in Portugal über den Weg läuft....

Wem langweilig ist...

Mittwoch, 14. November 2012

Buch der Woche

Fast genial
Benedict Wells
 
„Das Leben ist ein Abenteuer und will gespielt werden“ oder anders gesagt: „Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen“.  Was macht einen Menschen eigentlich aus? Sind es wirklich die Gene, oder können wir trotzdem wir selbst sein, egal wer unsere Eltern sind?
 
Der siebzehnjährige Francis lebt mit seiner depressiven Mutter im Pine-Tree-Trailerpark am Stadtrand von Claymont, einer Kleinstadt in Delaware. Francis Leben erscheint trost- und perspektivlos. Nach einem missglückten Selbstmordversuch der Mutter, findet er einen Brief an sich, in welchem sie ihn über seinen leiblichen Vater aufklärt. Francis habe einen hochintelligenten Vater, dem die Mutter jedoch selbst nie begegnet sei. Sie habe an einem genetischen Experiment teilgenommen, bei dem es Ziel war, hochintelligente Kinder zu züchten, indem man Samenspenden von Nobelpreisträgern und erfolgreichen Professoren verwendet hat. Francis ist das Ergebnis aus einem Laborversuch mit lauter fast genialen Vätern...
 
Francis ist jedoch nicht klar, weshalb er in der Schule nur mit Mühe durchschnittliche Ergebnisse erzielt, wenn es doch, rein genetisch betrachtet, anders sein müsste. Um seinem insgesamt frustrierenden Leben eine neue Wendung zu geben, beschließt er, seinen Vater zu suchen und dadurch Sinn in sein eigenes Leben zu bringen. Mit 5000 Dollar, einem Auto, Grover und Ann-May geht’s los Richtung Kalifornien.
 
„Fast genial“ ist Francis‘ Suche nach der eigenen Identität und seiner naiven Vorstellung - Genius ist gleich Erfolg, Erfolg ist gleich Geld, Geld ist gleich Glück.  Ein dramatischer Erkundungstrip mit immer neuen Wendungen und einem atemberaubenden Showdown.
 
Zum Autor:
Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Im Alter von sechs Jahren begann seine Reise durch drei bayerische Internate. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vielbeachtetes Debüt ›Becks letzter Sommer‹ erschien 2008 und wurde mit dem bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. ›Spinner‹ (2009), seinen ersten Roman, schrieb er mit neunzehn.
 
Fast genial,  Diogenes Verlag, Hardcover Leinen: 336 Seiten, 19,90 Euro, Erschienen im Sept. 2011, ISBN 978-3-257-06789-7

Freitag, 9. November 2012

Jenseits von BEGABT und UNBEGABT ... Teil 8

Braucht MANN, das wirklich? Sieht ein wenig albern aus, aber was soll´s...




Gesehen bei: http://eu.fab.com/sale/2232/product/69746?fft=1&lg=1&sgppxl=1

Mittwoch, 7. November 2012

Buch der Woche

Im Notfall Buch aufschlagen
 
Tobias Moorstedt/Jakob Schrenk
Die Medienberichterstattung verursacht nach einem Unglück oft mehr traumatisierte Menschen, als das Unglück selbst.  Nachrichten im Fernsehen oder Zeitungen entwickeln oft ein Eigenleben, und verursachen große Wellen von Medieninteresse für eine bestimmte Story oder ein Thema.
In unserer modernen Zeit fühlen sich sehr viele Menschen durch eine Vielzahl unsichtbarer Risiken bedroht, die sie nur aus ihrem Wissen aus Zeitungen, Fernsehen, und Internet kennen.  Sie haben damit alle nur ein soziales Konstrukt dieser Risiken, das von der Art der Gefahr her, und vom Ausmaß her in Medien fast beliebig manipulierbar ist.
 
Der Mensch schwebt im 21. Jahrhundert in jeder Lebenslage in Gefahr, will man den Medien glauben. Wir versuchen uns mit Alarmanlagen, Schutzimpfungen und Versicherungen vor all möglichen Gefahren der Gegenwart zu schützen.
 
Außer Frage steht natürlich, dass zu einer gesunden Persönlichkeit auch hysterische Strukturanteile gehören, da sie das Leben bunt und gefühlsbetont machen. Das Hysterische gehört zum Menschen wie das Depressive, Phobische, Narzisstische und Zwanghafte. Jeder Mensch zeigt ab und zu hysterische Symptome…doch sollte bitte alles im Rahmen bleiben.
 
Mit dem Buch  «Im Notfall Buch aufschlagen - Tipps für alle möglichen Katastrophen» greifen  die Journalisten Tobias Moorstedt und Jakob Schrenk mögliche reale Katastrophen des 21. Jahrhunderts auf und geben lebensrette Ratschläge – Skepsis und Ironie sollten dem Leser semantisch ein Begriff sein, sonst verfehlt das Werk seine Wirkung.
 
In den oftmals ironischen Ratschlägen und Analysen geht es um die großen und kleinen Desaster, Dramen, Heimsuchungen, Tragödien und Weltuntergänge, mit denen sich der Boulevard, aber natürlich auch alle anderen Medien beschäftigen: Tsunamis, Schweinegrippe, Piraterie, Gammelfleisch, Hochwasser, Kampfhunde, Hai-Attacken, S-Bahn-Schläger und so weiter und so fort.
 
Achtung!!!! Manchmal wird aus einer Lösung ein neues Problem … ;)
 
Die Autoren:
Tobias Moorstedt, Jahrgang 1977, arbeitet als freier Journalist unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, spiegel.de, die taz und ADR. Bei Suhrkamp erschien sein Buch Jeffersons Erben. Wie die digitalen Medien die Politik verändern.
 
Jakob Schrenk, Jahrgang 1977, ist Redakteur der NEON. Bei DuMont erschien 2008 sein Buch Die Kunst der Selbstausbeutung.
2009 haben beide gemeinsam Das Jetzikon veröffentlicht.

Im Notfall Buch aufschlagen. Tipps für alle möglichen Katastrophen, Tobias Moorstedt und Jakob Schrenk, rororo Verlag,  272 Seiten, 8,99 Euro, Erschienen am 01.06.2011
ISBN 978-3-499-62730-9

Lyrikwoche vom 10. - 18.11.2012

Unter dem Motto „GESCHENKE VOR WEIHNACHTEN“ veranstaltet die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik aus Anlass ihres 20-jährigen Bestehens vom 10. bis 18. November eine Festwoche, an der über 50 Autorinnen und Autoren, Musiker und Medienmenschen mitwirken. Den Auftakt bildet eine Lesung mit Auktion am 10. November um 15 Uhr in der Filiale von Hugendubel. Zur Eröffnung spricht Kulturbürgermeister Michael Faber. Zur Versteigerung kommen 20 Kunstwerke, gespendet u.a. von Katja Enders, Sighard Gille, Madeleine Heublein, Karl-Georg Hirsch, Katrin Kunert, Christoph Meckel, Gerhard Kurt Müller, Gert Pötzschig, Angelika Rochhausen, Rainer Schade, Sigrid Schmidt Norbert Wagenbrett, Gaby Waldek, Gerhard Weber, Solomon Wija und Baldwin Zettl. Der Erlös kommt einer Medienstation für die LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK zugute.
 
Den Abschluss der sechs Veranstaltungen zählenden Festwoche bildet die Benefiz-Lesung mit Oberbürgermeister Burkhard Jung am 18. November, ebenfalls 15 Uhr, in der sanierten Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz.

Weitere Informationen unter: http://www.lyrikgesellschaft.de/index.php

Freitag, 2. November 2012

Jenseits von BEGABT und UNBEGABT ... Teil 7

Verzeiht mir meine verbale Entgleisung...

ICH GLAUB, ES HACK!!!! 

Will mir die Nahrungsmittelbranche tatsächlich weismachen, dass der Mensch des 21. Jahrhunderts nicht mehr in der Lage ist, eine Banane zu schälen oder es Vorteile bringt, eine Schnitzelbanane zu kaufen? 

So what?????



Mittwoch, 31. Oktober 2012

Buch der Woche

Tschick
Wolfgang Herrndorf

"Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem, geh nicht mit Fremden und so weiter. Das hatten mir meine Eltern erzählt, das hatten mir meine Lehrer erzählt, und das Fernsehen erzählte es auch. Wenn man Nachrichten kuckte: Der Mensch ist schlecht. Wenn man Spiegel TV kuckte: Der Mensch ist schlecht. Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht. Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war."

Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, ist hochbegabt, bettelarm und asozial. Er kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Er ist der Neue in der Schulklasse von Maik Klingenberg. Maik ist  ein Langweiler, der abwechslungsweise als "Psycho" gilt und aus wohlstandsverwahrlosten Verhältnissen kommt - der Vater scheitert als Immobilieninvestor, die Mutter muss immer wieder in eine Klinik zum Alkoholentzug. Er ist der zweite Außenseiter in dieser Geschichte. Und das ist im Allgemeinen auch schon der Plot: zwei Figuren mit unterschiedlichen Sozialisationsbedingungen, die die großen Ferien miteinander verbringen werden.

Die beiden sind die Einzigen der pubertierenden Schulklasse, die nicht zum 14. Geburtstag der schönen Tatjana eingeladen sind. Das heißt zusammengefasst, dass Tschick und Maik nicht die Möglichkeit bekommen am größten Highlight vor den Sommerferien teilzunehmen. Macht nichts, denn dafür drehen sie ein anderes Ding. Maik wird mit einer größeren Geldsumme allein in der elterlichen Villa zurückgelassen, Tschick klaut einen schrottreifen Lada, und damit, mit dem Geld und
dem Auto, brechen die beiden kaum Fünfzehnjährigen zu einer Fahrt ins Blaue auf.

Die zwei Grünschnäbel fahren ohne genaues Ziel - zu einem Onkel in der Walachei, querfeldein, landen auf Mülldeponien, in den Mondlandschaften der Braunkohlenutzung, mitten in Feldern, in Bergen, bei Seen, in namenlosen Gebieten, bauen gefährliche Unfälle. Sie erleben die Natur mit ihren Farbwechseln, Gewittern, Nächten, Regen und Sonne. Und sie begegnen Menschen, die so schräg und überraschend sind wie die Landschaften, durch die sie kommen und immer mit ihnen die Gefahr, als Kinder erkannt zu werden.

Tschick ist ein rührender Abenteuerroman aus dem rätselhaften deutschen Osten, der rundum glücklich macht und leider viel zu schnell gelesen und erzählt ist. Herrndorf schafft es mit einer wundervoll einfachen Sprache, seine Welt ins Schräge zu drehen und so jung erscheinen zu lassen wie seine Protagonisten. Ein Roman voll Liebe und Freundschaft, mit  Gedanken von Tod und Sterblichkeit - diskret und einfach formuliert.


Zum Autor:
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die «Titanic» gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 der Erzählband «Diesseits des Van-Allen-Gürtels» und 2010 der Roman «Tschick», der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte. Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2011), dem Hans-Fallada-Preis und dem Leipziger Buchpreis (2012) ausgezeichnet.
Herrndorf schreibt regelmäßig im Internetforum „Wir höflichen Paparazzi“ und beteiligt sich mit Beiträgen am Weblog Riesenmaschine.  Nach der Diagnose eines Hirntumors (Glioblastom) veröffentlicht der Schriftsteller seit September 2010 ein digitales Tagebuch.

Tschick, Rowohlt Berlin, Hardcover, 256 S., 16,95 €, Erschienen am 17.09.2010, ISBN 978-3-87134-710-8

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Street Art - Kunst die auf den Straßen an dir vorbeifährt!

Na, das ist doch mal interessant und erwähnenswert. Ein Fahrzeug - freigegeben - sich kreativ auszutoben. Gesehen in Berlin. Jeder der einen Edding dabei hat (tja, ich habe immer einen dabei), kann sich auf diesem Gefährt kreativ verewigen. Allerdings hatte ich an diesem Abend keine Lust... und genügend Fläche (meinen Bedürfnissen gerecht werdend) war auch nicht mehr da... :)













Mittwoch, 24. Oktober 2012

Jenseits von BEGABT und UNBEGABT...Teil 6

Anfang der Woche ... in meinem Mailpostfach ...

Langeweile im Büro? Dann hier eine kleine Idee:
‐Guck mal auf den Fensterbänken nach toten Fliegen
‐Lass sie richtig gut durchtrocknen
‐Als nächstes brauchst du Papier und Bleistift und dann lass deiner Fantasie freien Lauf! 
(Bitte wasche dir die Finger, wenn du fertig bist!!!)

Hier einige Beispiele als Denkanstösse:















Der nächste Sommer kommt bestimmt! 
Sommer ... ich wär dann soweit!

Buch der Woche


Die Liebeshandlung

Jeffrey Eugenides

Im Original heißt "Die Liebeshandlung" "The Marriage Plot", wobei es sich um einen literaturwissenschaftlichen Begriff handelt, der sich auf die guten alten, glorreichen Tage des Romans bezieht. Genauer gesagt auf einen sehr englischen Typ von Roman, in dem eine junge Frau einen Ehemann sucht – zu einer Zeit, in der die Ehe noch über das Schicksal einer Frau entschied. Eugendides' Roman ist eine Art Experiment, um zu überprüfen, ob man einen Marriage-Plot-Roman auch noch im 21. Jahrhundert schreiben kann.

Die Handlung spielt in den 80er-Jahren im US-Bundesstaat Rhode Island. Madeleine studiert Anglistik an einem Ivy-League-College und ist vom Poststrukturalismus beeinflusst. Ihr Spezialgebiet sind die Liebesromane des 19. Jahrhunderts. Sie kann nachvollziehen, dass der realistische Roman etwas durch und durch Künstliches ist, das der "marriage plot" ein literarisches Konstrukt ist. Dass womöglich gar die Liebe selbst ein soziales Konstrukt ist. Nur sagt ihr Herz etwas anderes. Sie verliebt sich, während sie die Liebe zu dekonstruieren versucht.

Madeleine ist verwickelt in eine Dreiecksbeziehung und es ist schwer zu sagen, wer der Verrückteste von den dreien ist und wer von ihnen noch den klarsten Kopf hat bei all den leidenschaftlichen Phasen, die sie durchleben. Zum einen ist da der aufregende, aber labile Biologiestudent Leonard Bankhead. Zum anderen Mitchell Grammaticus. In Leonard verliebt sich Madeleine Hals über Kopf. Doch als sie ihm ihre Liebe gesteht, weist Leonard sie auf eine Passage von Roland Barthes hin, in der es heißt: "Ist das erste Geständnis einmal abgelegt, besagt ein 'Ich liebe dich' nichts mehr." Zu viel der Theorie für die ganz real Liebende, die Leonard das Buch an den Kopf wirft und ihn verlässt. Mitchell hingegen gelingt es nicht, Madeleine seine Liebe zu gestehen. Er rutscht in die Rolle des verständnisvollen Freundes und landet auf der Suche nach Gott und sich selbst in Asien. Und als Madeleine und Leonard letztendlich doch heiraten, scheint die Entscheidung gefallen und der Roman erzählt. Aber in New York kommen die drei schließlich zusammen - und alles gerät ins Wanken.

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, während der traditionelle Marriage-Plot es bei der Perspektive der Frau belässt. Es geht im Roman nicht allein darum, wie sich Madeleine entscheidet, auch die Männer müssen eine Wahl treffen. Abwechselnd versetzt sich der Erzähler in die Psychologie der drei Figuren. Diese sind extrem eindrücklich charakterisiert, nicht nur Madeleines Liebeswirren folgt man bereitwillig, sondern auch Mitchells Sinnsuche, die ihn als Freiwilligen ins Sterbehaus von Mutter Teresa führt, und Leonards Kampf mit seiner manisch-depressiven Erkrankung.


Zum Autor:

Jeffrey Eugenides (08. März 1960 geboren) ist ein griechischstämmiger US-amerikanischer Schriftsteller. Sein erster Roman The Virgin Suicides (deutsch Die Selbstmord-Schwestern) wurde 1999 von Sofia Coppola verfilmt. Sein 2002 veröffentlichter Roman Middlesex gewann im Jahr 2003 den Pulitzer-Preis. Im Jahr 2005 veröffentlichte er einen Band mit Erzählungen unter dem Titel: Air Mail.
 
 
 
Die Liebeshandlung, Übersetzt von Uli Aumüller, Grete Osterwald, Rowohlt Verlag, Hardcover  624 Seiten, 24,95 Euro, Erschienen am 18.10.2011
ISBN 978-3-498-01674-6

Montag, 22. Oktober 2012

Gedicht des Monats - Wislawa Szymborska

Es gibt eine neue Rubrik - Gedicht des Monats. Letztes Wochenende in Berlin gesehen, gelesen...und für GUT befunden!

DAS SCHREIBEN EINES LEBENSLAUFS

Was ist zu tun?
Ein Antrag ist einzureichen,
dazu ein Lebenslauf.

Ungeachtet der Länge des Lebens
hat der Lebenslauf kurz zu sein.

Geboten sind Bündigkeit und eine Auswahl von Fakten.
Die Landschaften sind durch Anschriften zu ersetzen,
labile Erinnerungen durch konstante Daten.

Von allen Lieben genügt die eheliche,
nur die geborenen Kinder zählen.

Wichtig ist, wer dich kennt, nicht, wen du kennst.
Reisen, nur die ins Ausland.
Zugehörig wozu, aber ohne weshalb.
Preise, ohne wofür.

Schreibe, als hättest du niemals mit dir gesprochen
und dich von weitem gemieden.

Umgehe mit Schweigen Hunde, Katzen und Vögel,
den Erinnerungskleinkram, Freunde und Träume.

Es gilt der Preis, nicht der Wert,
der Titel, nicht dessen Inhalt,
die Schuhgröße, nicht wo
der Mensch, für den man dich hält, hingeht.

Dazu eine Fotografie mit entblößtem Ohr.
Wichtig ist seine Form, nicht, was es hört.
Was es hört.
Das Knirschen des Papierwolfs.
  
Wislawa Szymborska

Geschrieben hat dieses Gedicht die einflussreiche Dichterin, Gastronomie-Kritikerin, literarische Königin der Ironie und Spezialistin für feine Humorspitzen: Wisława Szymborska. 

Literaturnobelpreisträgerin Wislawa Szymborska war strikt gegen Interviews. Alles, was es über sie zu sagen gäbe, würde schon in ihren Gedichten stecken, sagte sie. Zurückgezogen lebte sie in Krakau, liebte ihre Stadt und führte dort ein ruhiges Leben. Nach der Verleihung des Nobelpreis im Jahre 1996 für ihr Werk, das ironisch-präzise den historischen und biologischen Zusammenhang in Fragmenten menschlicher Wirklichkeit hervortreten lässt, brauchte sie viel Zeit, sich mit dem Gedanken anzufreunden, sie sei jetzt eine Persönlichkeit, für die sich die Öffentlichkeit interessiert.
Sie mied Auftritte aller Art und schützte ihre Einsamkeit, die, wie sie meinte, grundlegende Bedingung für ihre Kunst, das Schreiben, sei.


Freitag, 19. Oktober 2012

Jenseits von BEGABT und UNBEGABT...Teil 5

... ohne Worte...

Ich empfehle:
Alles Leben hat seinen Ursprung im Wasser, egal ob Pflanze, Tier oder Mensch. Wasser ist aber nicht nur ein (Über-)Lebensmittel, es ist unser kostbarster Rohstoff überhaupt. Bernd Schuh, ein echter Wasserexperte, taucht ab in das faszinierende Element und erklärt uns diesen »Verwandlungskünstler« - vom kleinsten H2O-Molekül bis zu den gewaltigen Wassermassen der Meere. Wo kommt unser Trinkwasser her, wo fließt es hin? Wie funktioniert ein Wasserkraftwerk? Warum tut ein Bauchklatscher weh? Und wie spart man »richtig« Wasser? Auf diese und viele weitere Fragen weiß der Autor kenntnisreich und anschaulich zu antworten.
 
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten, Verlag: Gerstenberg Verlag; Auflage: 1 (23. Januar 2012), Sprache: Deutsch, ISBN-13: 978-3836955751

Badewannenbücher ... alles safe!


Wer kennt das nicht!?! Man macht es sich mit einem Buch in der Wanne gemütlich…und prompt fällt das olle Ding ins Wasser oder die Seiten sind vom umblättern und Wasserdampf nass und aufgequollen.
 
Es gibt bessere Plätze zum Lesen als die Badewanne. Bis jetzt! Die Journalisten Grit Strietzel und Jens Korch haben das sogenannte Wannenbuch erfunden. Ein wasserfestes Büchlein für Erwachsene, das in garantiert 15 Minuten durchgelesen ist.
Vier Bücher mit jeweils acht Seiten gibt es bislang: den Krimi "Blume des Herzens", den Roman "Yachttrip ins Glück" und die Reiseführer "Sonne, Sex und Sangria" und "Pizza, Papst und Panna cotta".

Auf die Idee zum Wannenbuch kamen Strietzel und Korch schon vor fünf oder sechs Jahren. Die beiden Journalisten machten zusammen mit Freunden Urlaub in der Toskana, sie dösten im Pool, und um sie herum hatten alle Bücher oder Zeitungen in der Hand - aber nur die Kinder hatten eine wasserfeste Lektüre. "Warum gibt es das eigentlich nicht für Erwachsene? Das war eine ganz naheliegende Frage".
Lange tüftelten Strietzel und Korch an Konzept, Umfang und Schriftgröße und suchten nach potentiellen Herstellern. Erst in China wurden sie fündig. Dort werden ihre Bücher nun aus schadstoffarmem Kunststoff produziert, nach EU-Vorschriften.
 
 
Der Roman für die Wanne von Vitus Marx
Reisejournalistin Bettina, Anfang 40 und Single, trifft auf Sardinien den Mann ihrer Träume. Doch Tommasso hat Frau und zwei Kinder. Warum nur flirtet er so ungeniert mit ihr? Mit Augenzwinkern erzählt Autor Vitus Marx vom Zufall der Liebe unter der Sonne Italiens.
 

Der Krimi für die Wanne von Greta Lentz
Ein Toter im Ehebett gibt Kommissar Willi Wolle Rätsel auf. Hatte das Opfer eine Affäre? Und sind die Tränen der attraktiven Witwe wirklich echt? Autorin Greta Lentz schafft mit ihrer Hauptfigur einen liebenswerten Ermittler, der mit Herz und Verstand die Wahrheit sucht.
 
 
Italien-Wissen für die Wanne und den Strand von Concetta Ferro.
Warum bestellen Italiener keinen Espresso? Was hat eine Königin mit der Pizza zu tun? Und sind alle Oliven schwarz? Italien-Wissen für die Wanne: Concetta Ferro hat skurrile und amüsante Fakten von A bis Z zusammengetragen. Plus: praktische Sprachtipps für den Smalltalk im Urlaub.
 
Wo liegt Europas längster Badestrand? Warum hofft der Spanier Weihnachten auf das dicke Geld? Was lockt Pilgerer in Scharen?
Spanien-Wissen für die Wanne: Ramon Barquez hat witzige und kuriose Fakten von A bis Z zusammengetragen. Plus: praktische Sprachtipps für den Smalltalk im Urlaub.
 
Taschenbuch: 8 Seiten, ca 12,5x12,5 cm, PVC-Kunststoff gefüllt mit Schaumstoff
Verlag: wannenbuch.de

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Buch der Woche

Mittwoch und das Tee-O-Logische-Zelt hatte wieder geöffnet. Für diese Woche gibt es folgenden Buchvorschlag...

Der Nachtzirkus
Erin Morgenstern

Er kommt ohne Ankündigung und hat nur  nachts geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Ein riesiger schwarz-weißer Zirkus,  vollgepackt mit phantastischsten Ideen und außergewöhnlichsten Artisten, ein phantastisches Wunderland, Heimat von Rätseln und Wundern. Es ist eine Welt in Schwarzweiß. Keine Show, sondern ein ganzes Dorf von Zelten, das erkundet werden will.

Doch diese schöne heile Zirkuswelt wird getrübt durch den unerbittlichen Wettbewerb zweier verfeindeter Magier. Zauberer Prospero und der Mann im grauen Anzug, bereiten ihre Kinder darauf vor, die ständig währende Konkurrenz zwischen den größten Magiern zu beenden: Ihnen steht eine Prüfung bevor, die über Leben und Tod entscheidet. Doch als die Zauberlehrlinge Celia und Marco, deren Leben durch Gehorsam und Disziplin geprägt ist, einander begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war.  Marco und Celia sind es bald Leid, sich beim Erschaffen neuer Zelte fortwährend zu übertreffen. Einer von beiden muss jedoch gewinnen - ein Remis ist nicht vorgesehen. Und das bringt den Zirkus mitsamt seiner Besetzung zunehmend in Gefahr.

Das Cover lässt vermuten, dass sich Der Nachtzirkus um ein Kinder-/Jugendbuch handelt. Weit gefehlt. Die Geschichte ist viel zu kompliziert, als dass ein Kind ihr ohne Probleme folgen könnte.
Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen, wobei man zu Beginn zwar eine Idee hat, wo die Geschichte hingehen könnte, allerdings bis zuletzt nicht alle Informationen an der Hand hat und die Verbindung der einzelnen Handlungsstränge sehr gekonnt erfolgt. Erin Morgenstern verfolgt 4 verschiedene Leseansichten- und Beschreibung im Roman. Im Auftakt schreibt sie den Leser an, als wäre er unmittelbar im Geschehen dabei.  Ebenfalls kann das Geschehen durch Marcos oder Celias Augen "mitverfolgt" oder durch Baileys Geschichte erlebt werden, wie es sich als Besucher des Zirkus anfühlt. Zusätzlich bekommt der Leser auch Zeitungsartikel von Herrn Thiessen zu lesen, dem Uhrenmachen aus Deutschland … viele Perspektiven, und definitiv kein Buch, was man mal zwischendurch liest. Wer sich jedoch darauf einlassen kann, kommt in den Genuss einer zauberhaften, außergewöhnlichen Geschichte. Sie sprüht nur so von fantasievollen Ideen. Wenn man hier auch nicht von Spannung im typischen Sinne sprechen kann (Thriller, Krimi, etc.), so wird dennoch fast die ganze Zeit eine gewisse gespannte Erwartung und Neugier erzeugt.

Zur Autorin:
Morgenstern ist ein Pseudonym. Bürgerlich ist sie unter dem Namen Erin Christiansen bekannt. Erin wurde am 08.07.1978 in Marshfield, Massachusetts geboren. Sie ist die Tochter einer Grundschul-Bibliothekarin. Nach ihrem Highschool Abschluss studierte sie bildende Kunst und Theater am Smith College in Northampton, wo sie im Jahr 2000 graduierte.
Im Alter von zwölf Jahren konsumierte Erin Morgenstern zunächst Romane von Stephen King und später auch von Joanne K. Rowling. Beide Autoren haben nach eigener Aussage einen großen Einfluss auf ihren literarischen Stil genommen.

Der Nachtzirkus, ullsteinbuchverlag, Übersetzung:  Aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit, Originaltitel:  The Night Circus, gebunden mit Schutzumschlag, € 19,99, Erschienen am 15. März 2012, ISBN-10: 3550088744

    Montag, 15. Oktober 2012

    Vorhersage - al dente 23.10.2012

    Die spannende und ereignisreiche Zeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung Adolf Hitlers wird oft plakativ mit Schlagworten belegt – "die Goldenen Zwanziger", oder "der Tanz auf dem Vulkan".

    Die Weimarer Republik, wie die erste Republik auf deutschem Boden genannt wird, ist eine Zeit voller extremer Gegensätze: Hunger, Elend und existenzielle Not breiter Massen neben enormem Reichtum und dekadent zur Schau gestelltem, ausschweifendem Luxus.
    Pazifismus oder der Traum von der Weltrevolution prägen die junge Republik genauso wie ein unversöhnlicher militanter Chauvinismus.  Deutschland, durch den Frieden von Versailles und den damit verbundenen Reparationsleistungen schwer belastet, bringt ausgerechnet in diesen Jahren größter ökonomischer wie politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit – oder vielleicht gerade, weil alle bisherigen bürgerlichen Sicherheiten und Gewissheiten abhanden gekommen sind – eine nie da gewesene kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit hervor, die immer Spiegel ihrer Zeit bleibt.

    In der nächsten al dente - Sendung, am 23.10.2012, um 18:00 Uhr dreht sich alles um die Literatur der Weimarer Republik. Natürlich kann ich in den 60 Minuten nur einen kleinen Einblick bieten und eine persönlich Wahl an Werken treffen, aber reinhören lohnt sich auf jeden Fall!



    Jenseits von BEGABT und UNBEGABT...Teil 4

    So richtig treffend ist Überschrift ja nicht! Weil DAS, was GESEHEN schon wieder so genial und einzigartig ist, dass es das Prädikat UMWERFEND verdient. Da mir aber die Rubrik fehlt und ich nicht gewillt bin eine neue einzurichten, muss es hier seinen Platz finden.
    Heute Morgen...
    Wem gehört DAS? Ronny, dem Erfinder des Tee-O-Logischen-Zeltes und Gitarrist der Band Mantiquttair. Was fällt mir spontan dazu ein? Folgendes...
    Und was hat dieses grandiose Gefährt noch zu bieten?.... Holzschutzbleche!!!!!!!!!!!!Großartig!!!!!!!!
    Und wo gibt es diese wunderbaren Holzschutzbleche?






    Mittwoch, 10. Oktober 2012

    Tee-O-Logisch / Das Buch der Woche

    Seit heute gibt es im Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte Leipzig jeden Mittwoch die Möglichkeit, im Tee-O-Logischen Zelt neuen Input einzuheimsen. Ins Leben gerufen hat diesen Treffpunkt Ronny Valdorf, der dort als Theologe tätig ist und seine Freizeit Mantiquttaire widmet.


    Das Tee-O-Logische Zelt bieten neben der Möglichkeit: Kaffee, Tee, Pfannkuchen und Gesprächen auch die wöchentlich wechselnden Rubriken: Musik-, Gedicht-, Buch-, Andacht-,  Weltverbesserertipp-,  philosophisches Rätsel der Woche. 
    Unterstützt wird er beim Buch der Woche von mir...und ihr sollt auch etwas davon haben. Deshalb wird hier ab jetzt wöchentlich, übereinstimmend zum Tee-O-Logischen Zelt, das Buch der Woche vorgestellt.

    Und los gehts mit...

    Die Inseln,
    auf denen ich strande
    Lucien Deprijck

    Die Situation ist bekannt und schnell erzählt: Das Meer spült einen Schiffbrüchigen an den Strand einer Insel. Was dann passiert, hängt von den Umständen der Strandung, dem Charakter des Gestrandeten und vor allem der Insel ab. Überleben in Einsamkeit, in guter und schlechter Gesellschaft.

    Lucien Deprijck lässt achtzehn Robinsons auf sehr verschiedenen Inseln stranden und testet aus, was das mit seinen Helden macht. Während ein Robinson-Protagonist zwangsweise "zwei Jahre Ferien" macht, steht der Mallorca-Robinson vor dem Problem seiner viel zu schnellen Genesung, die ihn schon bald von den kostenlosen Longdrinks abschneiden wird.
    Die erste, kürzeste Geschichte umfasst nur wenige Sätze und spielt auf einem blanken Felsenriff, auf dem der Erzähler nach wenigen Tagen verhungert. In anderen, zehn und mehr Seiten langen Geschichten, geht es unter anderem um die Erforschung der jeweiligen Insel, die Nahrungssuche, die Konfrontation mit anderen Gestrandeten oder Möglichkeiten, den Ort zu verlassen.
    Jeder Inselfall ist konsequent zu Ende gedacht, egal ob es sich um den dramatischen Kampf eines Einzelnen ums Überleben, die surrealistische Situation Hunderter Kreuzfahrt-Passagiere auf einem winzigen Felsen oder groteske Passprobleme mit den Inselbehörden geht.

    Mit viel Geschick gibt Lucien Deprijck jeder Kurzgeschichte eine eigene, passende Sprache und setzt melancholische Strandungen genauso überzeugend in Szene wie Komische oder Kafkaeske.
    18 Schiffbrüchige, 18 Kurzgeschichten – dramatisch, melancholisch, witzig oder grotesk…und immer überzeugend. Zusammen mit Christian Schneiders Illustrationen ist Die Inseln, auf denen ich strande ein wahrer kleiner Schatz.

    Zum Autor:
    Lucien Deprijck (* 1960 in Köln) ist ein belgischer, deutschsprachiger Schriftsteller und Übersetzer. Er wurde 1960 in Köln geboren und ist in Deutschland aufgewachsen. Er studierte an der Universität zu Köln Germanistik, Anglistik und Philosophie. Für seine literarische Arbeit wählte er anstatt seines bürgerlichen Namens Depryck dessen ursprüngliche flämische Schreibweise Deprijck. Seit 2003 ist er Mitglied der Kölner Autorenwerkstatt. Er ist Autor von Romanen und Erzählungen sowie Übersetzer englischer und amerikanischer Literatur. Unter anderem übertrug er Texte von Mark Twain, Stephen Crane, Robert Louis Stevenson und Fanny Stevenson ins Deutsche. Er arbeitet als Dozent, Autor und Übersetzer in Köln.


    Die Inseln, auf denen ich strande, Mit 18 farbigen, ganzseitigen Illustrationen, Mare Verlag, Hamburg, 28 Euro, Erschienen am 13. März 2012
    ISBN 978-3-86648-171-8