Montag, 27. Juni 2011

In der Kürze liegt die Würze...

Meist ist doch eine knappe Darstellung wesentlich treffender, als eine ausführliche. Und wer will sich bei diesen Temperaturen schon mit endlos langwierigen und überintellektuellen Rezensionen befassen. Kurz und knapp soll es sein, eine kleine Hilfestellung - Lesestoff für das nächste Wiesen- und Cafésetting.

Der Roman erzählt von einem Tag der Freiheit im Leben des William Heller. William Heller, der sich selbst "Lowboy" nennt ist 16, schizophren und ohne seine Medikamente aus der Nervenheilanstalt ausgebrochen. Während er mit der U-Bahn durch New York kreuzt, fühlt er so etwas wie Glück in sich aufsteigen. William hat eine Mission. Er will die Welt retten (an einem einzigen Tag). Er ist überzeugt davon, dass die Welt in wenigen Stunden untergehen wird. Er will den Klimawandel stoppen, indem er geheime Botschaften befolgt, die schubweise sein Gehirn fluten. Williams Odyssee durch das U-Bahn-System wechselt sich ab mit der Schilderung dessen, was hoch oben geschieht, im Tageslicht. "Retter der Welt" konnte man als einen Wettlauf zwischen der mütterlichen Welt des Tageslichts und der vaterlosen Kälte der ewigen Nacht ansehen. Und allmählich entwickelt sich alles zu einer mysteriösen Reise zu den verdrängten Ängsten Amerikas.

John Wray, Retter der Welt, Rowohlt Verlag

Eine Stadt, die dem Februar den Krieg erklärt. Das klingt eigenartig, ja - aber es ist im besten Sinne. Der Februar lässt Kinder verschwinden, das Fliegen verbieten und alle Einwohner mit düsterer Traurigkeit beschatten. Der Wechsel der Jahreszeiten ist außer Kraft gesetzt. 
Surrealistisch, poetisch, schön und schräg. Thaddeus und der Februar ist ein zeitloses Märchen, wie Alice im Wunderland eines ist. Es ist eine Geschichte, die den Leser bei den Sehnsüchten packt und bei den Ängsten.

Shane Jones, Thaddeus und der Februar, Eichhorn Verlag


Für wen heute nichts dabei war, der soll sich nicht grämen. In den nächsten Tage gibt es weitere kurz-und-knapp Vorstellung - und sicherlich ist dann etwas für den Einen oder Anderen dabei...

In diesem Sinne, die besten Grüße
euer Fräulein S.

Kommentare:

  1. Klasse! Du bist aus deinem 100-tägigen Schlaf erwacht!!!!! Schäm dich! Wo ist die letzte LesBar-Sendung, die du allein moderiert hast? Ich hab´s mir angehört... :)
    Bis die Tage, der Mich.......

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  2. Ich bin aber immer noch sehr, sehr müde.... ;-)
    Die letzte Sendung hängt im Server - gehste vorbei und holste sie mir? Neee Spass, mach ich schon........wenn ich nicht wieder einschlafe ;-).

    Die besten Grüße
    das Fräulein

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